Entscheidungsfindung
In letzter Zeit ging es mir eigentlich ganz gut, auch wenn ich mich viel mit meiner Zukunft beschäftigt habe und dabei öfter unsicher war. Seit Beginn des Schuljahres denke ich sehr viel darüber nach, was ich später machen möchte. Am Anfang hat mich der Beruf der Hebamme besonders interessiert. Ich habe viel darüber recherchiert und war davon wirklich fasziniert. Deshalb habe ich versucht, ein Praktikum zu bekommen, aber ich habe sehr viele Absagen erhalten. Viele Krankenhäuser vergeben ihre Plätze hauptsächlich an Studierende im dualen Hebammenstudium und können deshalb kaum Praktikantinnen aufnehmen. Das hat mich zuerst ziemlich enttäuscht, weil ich gemerkt habe, dass mir ohne praktische Erfahrung die Entscheidung schwerfällt.
Auf einer Berufsmesse konnte ich dann mit einer Hebamme sprechen. Sie hat mir ehrlich erzählt, dass der Beruf anstrengend sein kann, aber auch sehr erfüllend ist, wenn man ihn mit Leidenschaft und Einfühlungsvermögen macht. Das hat mich zwar bestärkt, aber gleichzeitig habe ich gemerkt, dass ich mir auch andere Wege anschauen sollte.
Deshalb habe ich mich auch über das Lehramt informiert. Dabei habe ich festgestellt, dass ich mir den Beruf als Lehrerin gut vorstellen kann, vor allem an der Grundschule. Mir gefällt die Vorstellung, Kinder zu begleiten und direkt zu sehen, ob das, was ich erkläre, ankommt. Ich habe gemerkt, dass mir im späteren Beruf wichtig ist, Rückmeldungen zu bekommen und zu sehen, dass meine Arbeit wirklich etwas bewirkt.
Zwischendurch habe ich mich auch mit dem Beruf der Psychologin beschäftigt, allerdings schrecken mich die sehr lange Ausbildung und der Gedanke, sich täglich mit schweren Problemen zu befassen, eher ab. Ich glaube, ich brauche im Alltag auch positive Erlebnisse, die mich motivieren.
Ich habe weiterhin versucht, Praktika zu finden. Im schulischen Bereich werde ich mich noch einmal bewerben. Im medizinischen Bereich hatte ich schließlich Erfolg und habe für August 2027 nach dem Abitur ein einmonatiges Praktikum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf im Kinderbereich bekommen. Darüber freue ich mich sehr, weil ich dadurch auf jeden Fall praktische Erfahrungen sammeln kann.
Im Moment tendiere ich eher Richtung Lehramt, möchte mich aber noch nicht endgültig festlegen. Deshalb werde ich noch eine Berufsmesse und einen Unitag nutzen, um mir Studiengänge genauer anzuschauen. Die Entscheidung setzt mich manchmal unter Druck, weil das Abitur näher rückt, aber ich merke auch, dass ich in den letzten Monaten gelernt habe, selbst aktiver zu werden, Informationen zu suchen und Gespräche zu führen und ich glaube das es ein gute Sache ist das ich mich schon jetzt mit meiner Zukunft beschäftigen.
Liebe Grüße Saffiatou!
Saffiatou
Stipendiatin seit Juni 2025
«Auf die Frage „Was willst du werden und wie sieht deine Zukunft aus?“ hatte ich lange Zeit keine klare Antwort. Das Einzige, was ich mit 100-prozentiger Sicherheit wusste, war, dass ich unbedingt einen herausfordernden und sinnvollen Beruf ausüben möchte, und beim Finden von solchen Berufen hat mir das Beratungsgespräch sehr geholfen.»
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«Insgesamt war es eine ganz andere Art von Berufsberatung, als man sie aus der Schule kennt – viel persönlicher und interessanter. Was mir besonders geholfen hat: Sie haben mir nicht nur berufliche Tipps gegeben, sondern auch Hinweise zu meiner Persönlichkeit. Ich habe gelernt, wie ich mein Potenzial besser ausschöpfen kann – besonders in Bereichen, in denen ich eigentlich gut bin, aber bisher nicht genug Selbstvertrauen hatte. Das hat mir wirklich viel gebracht und mir neue Motivation gegeben.»
Ich habe Saffiatou als sehr herzliche, gewissenhafte, tief reflektierte und ehrgeizige Person kennengelernt. In ihr vereinen sich Klarheit, Verantwortungsbewusstsein und ein starker innerer Kompass mit einem tiefen Wunsch, etwas zum Guten zu bewegen. Sie hat ein feines Gespür, für das, was ihr wichtig ist, und kombiniert diese Fähigkeit mit scharfem, analytischem Strategiedenken. Ihre klaren Ziele und ihr innerer Anspruch treiben sie an, stets ihr Bestes zu geben und alles aus sich herauszuholen. Dabei begegnet sie ihren Mitmenschen mit viel Wertschätzung, Wärme und Empathie. Ich wünsche ihr von Herzen nur das Beste für ihren weiteren Weg, dass sie sich selbst treu bleibt und dass sie ihre Ziele mit Mut und Freude erreicht.









