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Das Gefühl der Unsicherheit ist ruhiger geworden

Am Anfang wusste ich ehrlich gesagt nicht wirklich, was ich von der Analyse erwarten soll. Ich hatte ein bisschen Angst davor, dass am Ende etwas herauskommt, womit ich mich gar nicht identifizieren kann. Gleichzeitig war ich aber auch neugierig, weil ich gehofft habe, endlich etwas mehr Klarheit über meine Zukunft zu bekommen.

In letzter Zeit denke ich nämlich oft darüber nach, was später wirklich zu mir passen könnte, und genau deshalb war mir das Ergebnis wichtig. Als ich die Ergebnisse gesehen habe, war ich zuerst erleichtert. Vieles davon hat zu dem gepasst, was ich selbst schon über mich gedacht habe. Das hat mir gezeigt, dass ich mich vielleicht doch besser einschätze, als ich immer dachte. Oft zweifle ich an mir und frage mich, ob meine Interessen wirklich sinnvoll sind oder ob ich mir nur irgendetwas einrede.

Deshalb war es ein gutes Gefühl zu sehen, dass meine Gedanken nicht komplett falsch sind. Besonders interessant fand ich, dass Bereiche wie IT und Wirtschaft genannt wurden. Das sind Themen, die mich schon länger interessieren. Vor allem IT finde ich spannend, weil man dort viele Möglichkeiten hat und ständig neue Dinge lernt. Gleichzeitig habe ich mich aber oft gefragt, ob ich überhaupt gut genug dafür bin. Gerade wenn man andere sieht, die schon programmieren können oder sich total gut auskennen, vergleicht man sich schnell und denkt, dass man selbst vielleicht nicht mithalten kann. Bei Wirtschaft ist es ähnlich. Ich finde Themen wie Unternehmen, Geld oder Management eigentlich interessant, aber ich wusste nie, ob das wirklich etwas für mich wäre oder nur eine Idee, die sich im Kopf gut anhört. Genau deshalb hat mir die Analyse geholfen. Sie hat mir das Gefühl gegeben, dass diese Interessen nicht einfach zufällig sind, sondern vielleicht wirklich zu meinen Stärken passen könnten.

Trotzdem hat die Analyse natürlich nicht plötzlich alle Fragen beantwortet. Eigentlich hat sie mir eher gezeigt, dass ich mich jetzt noch genauer mit diesen Bereichen beschäftigen muss. IT und Wirtschaft sind ja riesige Themen. In der IT gibt es zum Beispiel Programmieren, Cybersecurity, künstliche Intelligenz oder Datenanalyse. In der Wirtschaft gibt es genauso viele Richtungen wie Marketing, BWL, Management oder Finanzen. Deshalb merke ich, dass die eigentliche Entscheidung erst noch kommt.
Was ich aber wichtig fand ist, dass ich gemerkt habe, dass es okay ist, noch nicht alles genau zu wissen.

Früher hatte ich oft das Gefühl, ich müsste jetzt schon komplett sicher sein, was ich später machen will. Vor allem in der Schule wird ständig gefragt, was man nach dem Abschluss machen möchte, und dadurch entsteht schnell Druck. Viele wirken so, als hätten sie ihren Plan schon komplett fertig, während man selbst noch unsicher ist. Das hat mich oft gestresst. Mittlerweile sehe ich das etwas anders. Ich glaube nicht mehr, dass man mit 18 schon sein ganzes Leben perfekt planen muss. Viel wichtiger ist es wahrscheinlich, erstmal eine Richtung zu haben und sich dann Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Genau dieses Gefühl habe ich jetzt. Ich weiß zwar noch nicht genau, wo ich am Ende landen werde, aber ich habe zumindest eine bessere Orientierung als vorher. Zahnmedizin wurde auch erwähnt, aber dabei habe ich relativ schnell gemerkt, dass ich mich darin eher nicht sehe. Und auch das war eigentlich hilfreich. Man denkt oft nur darüber nach, was zu einem passen könnte, aber manchmal ist es genauso wichtig zu merken, was eben nicht der eigene Weg ist. Dadurch kann man sich mehr auf die Dinge konzentrieren, die einen wirklich interessieren.

Im Moment ist es allerdings schwierig, mich intensiv mit all diesen Fragen zu beschäftigen, weil die Schule gerade viel Zeit einnimmt. Durch Klausuren und den ganzen Stress bleibt oft kaum Energie übrig, um sich noch zusätzlich Gedanken über die Zukunft zu machen. Das frustriert mich manchmal, weil ich eigentlich mehr herausfinden möchte. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass diese stressige Phase nicht für immer bleibt. Nach den Klausuren möchte ich mir bewusst mehr Zeit nehmen, um mich mit IT und Wirtschaft auseinanderzusetzen. Vielleicht schaue ich mir Videos an, lese mehr darüber oder rede mit Leuten, die in diesen Bereichen arbeiten. Ich glaube, dass man erst durch echte Einblicke merkt, ob man sich einen Beruf wirklich vorstellen kann oder nicht.


Außerdem möchte ich auch Dinge einfach ausprobieren. Gerade in der IT kann man viele Sachen selbst testen, zum Beispiel kleine Programme schreiben oder sich mit neuen Technologien beschäftigen. Ich glaube, dass man dadurch am meisten über sich selbst lernt. Nur nachdenken bringt irgendwann nicht mehr viel, man muss auch Erfahrungen sammeln. Was sich durch die Analyse am meisten verändert hat, ist mein Gefühl. Vorher war da vor allem Unsicherheit.

Ich hatte das Gefühl, komplett im Nebel zu stehen und keine Ahnung zu haben, wohin ich eigentlich will. Jetzt ist dieses Gefühl etwas ruhiger geworden. Nicht so, dass plötzlich alles klar ist, aber ich vertraue mehr darauf, dass ich meinen Weg finden kann. Ich habe verstanden, dass man nicht sofort die perfekte Entscheidung treffen muss. Viel wichtiger ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und herauszufinden, was einen wirklich interessiert. Genau dabei hat mir die Analyse geholfen. Sie hat mir nicht direkt meine Zukunft vorgegeben, aber sie hat mir eine Richtung gezeigt und ich glaube, genau das brauche ich im Moment am meisten: keine perfekte Antwort, sondern das Gefühl, dass ich Schritt für Schritt herausfinden kann, was wirklich zu mir passt.

Yasna

Stipendiatin seit April 2026

«Viel wichtiger ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und herauszufinden, was einen wirklich interessiert. Genau dabei hat mir die Beratung geholfen.»

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