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Über Umwege zum Ziel: Selbstfindung und Wachstum im Studium

Sich zu finden und, wenn man sich gefunden hat, treu zu bleiben, gehört zu den größten Herausforderungen, denen wir in unserer Jugend und im Leben allgemein gegenüberstehen. Es wäre ein Trugschluss zu denken, dass unser Weg immer nur linear ansteigt. Unser Leben gleicht keiner Checkliste mit abhakbaren Stationen, sondern ist eine fortwährende Reise. Manchmal machen wir Umwege, manchmal bleiben wir stehen – doch egal, was wir tun, wir lernen nie aus.

Ich stehe nun am Beginn meines letzten Blocks des ersten Jahres (in den Niederlanden unterteilt sich das akademische Jahr in zwei Semester mit jeweils zwei Blöcken), und wenn ich alleine meine Ergebnisse betrachte, könnte ich eigentlich nur Stolz empfinden. Doch irgendwas hält mich zurück, meinen Erfolg voll und ganz anzuerkennen. Ich denke, dass ich nicht die Einzige bin, der es oft so geht. Ich würde behaupten, dass nicht nur junge Erwachsene wie ich, sondern Menschen jeden Alters dieses Gefühl verspüren können. Es ist dieser innere Kritiker, der uns zweifeln lässt, unabhängig davon, wie viel wir erreicht haben. Ein Kritiker, der sich von unserer Unschlüssigkeit, manchmal Ratlosigkeit, und dem Fehlen eines tieferen Sinns, der einen leitet, nährt. Nun meine ich nicht, dass ich blind durch mein Studium gehe. Aber im Uni-Alltag, zwischen Klausuren und Abgabefristen, verliert man zu leicht den Blick für das Große Ganze. Diese Erkenntnis, so wichtig sie zwar ist, beunruhigt mich. Ich bin eine zielstrebige und bedachte Person; ich tue Dinge nicht nur der Vollendung halber. Auch die Entscheidung für mein Studium traf ich nicht, nur um studiert zu haben. Ich habe eine Vision, die zwar noch nicht vollends ausgereift ist, aber dennoch existiert und in der ich aufgehen möchte. Mein Entschluss stand damit fest, und ich habe mich für das Honours Programm beworben, um nun Teil einer Community zu sein, die es sich zur Aufgabe macht, über den Tellerrand hinaus zu schauen und uns den Platz gibt, Zusammenhänge zu erschließen und zentrale gesellschaftliche Themen in ihrer interdisziplinären Komplexität zu erfassen.

So fest mein Entschluss auch ist, bin ich mir bewusst, dass dies keine Alllösung darstellt. Um mir selbst treu zu bleiben – meinen Wünschen und Visionen, meinen Bedürfnissen und Interessen – muss ich eine Beständigkeit und Balance in meinem Tun finden. Denn eine Lektion habe ich in den Jahren gelernt: Man kann nicht immer alles haben, und der Weg zum Ziel ist oft ein Balanceakt. Es geht darum, Prioritäten zu setzen, Grenzen zu erkennen und sich selbst Raum zum Atmen und Wachsen zu geben. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass jeder Schritt, ob groß oder klein, Teil meines einzigartigen Weges ist. Das wird wohl nicht immer leicht, aber ich gebe mein Bestes, daran zu arbeiten, mir selbst treu zu bleiben, meinen Werten und Visionen zu folgen und dabei flexibel genug zu sein, mich anzupassen und zu lernen, wo es nötig ist.

Frederieke

Stipendiatin seit Januar 2023

«Ich hatte etwas wichtiges vergessen: mich. Die Zukunftspläne, die ich schmiedete, um das zu erreichen, was ich mir so sehr ersehne, waren an sich stimmig, nicht aber für eine Person mit meinem Persönlichkeitsprofil gemacht. Step up! hat mir geholfen das zu erkennen und meine Augen zu öffnen.»

Steckbrief


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